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Hochbegabt, hochsensibel und trotzdem fehl am Platz? Warum du nicht falsch bist, nur weil du anders bist

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Über das Gefühl, nicht dazuzugehören, die Folgen jahrelanger Anpassung und den Mut, endlich den eigenen Weg zu gehen.

Du denkst viel, fühlst intensiv, hinterfragst Dinge, die für andere selbstverständlich erscheinen. Vielleicht hast du viele Interessen und Talente, kannst dich für die unterschiedlichsten Themen begeistern und trotzdem begleitet dich immer wieder der Gedanke:

Warum fällt es mir so schwer, meinen Platz zu finden?

Vielleicht hast du schon früh gelernt, dich anzupassen. Nicht aufzufallen. Weniger zu fragen. Nicht so empfindlich zu sein. Nicht so kompliziert zu denken.

Und irgendwann hast du begonnen, an dir selbst zu zweifeln.

Genau darüber habe ich mit Marie-Christine in ihrem Podcast „Sinn wir mal ehrlich“ gesprochen. Ein offenes, ehrliches und sehr persönliches Gespräch über Hochbegabung, Hochsensibilität, Vielbegabung und die Frage, was es eigentlich bedeutet, seinen Platz im Leben zu finden.

Wenn du schon als Kind das Gefühl hattest, nicht richtig zu sein

In unserem Gespräch nehme ich die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf meine eigene Reise.

Eine Reise, die nicht geradlinig verlief.

Schon als Kind war ich lebendig, neugierig, voller Energie und Wissensdurst. Doch spätestens in der Schule wurde mir immer deutlicher vermittelt, dass mein Wesen nicht überall willkommen war.

Ich begann, mich anzupassen.

Was von außen vielleicht wie mangelnde Motivation, Widerstand oder fehlende Leistungsbereitschaft aussah, hatte für mich eine ganz andere Bedeutung.

Ich fühlte mich nicht gesehen.

Erst viele Jahre später verstand ich, wie sehr mich diese Erfahrungen geprägt hatten. Und dass hinter meinem vermeintlichen Anderssein Fähigkeiten und Potenziale steckten, die lange keinen Raum bekommen hatten.

Ende 2013 führte mich mein Weg schließlich in einen Burnout. Eine schmerzhafte Erfahrung, die zugleich der Beginn einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit mir selbst wurde.

Heute weiß ich: Nicht jede hochbegabte Frau war eine Einser-Schülerin. Nicht jede Hochbegabung wird früh erkannt. Und nicht jedes ungenutzte Potenzial ist auf den ersten Blick sichtbar.

Hochbegabung bei Frauen: Warum sie oft lange unerkannt bleibt

Wenn wir an Hochbegabung denken, haben viele Menschen noch immer ein bestimmtes Bild vor Augen: außergewöhnliche schulische Leistungen, brillante Abschlüsse, beeindruckende Karrieren.

Doch Hochbegabung kann sich auch ganz anders zeigen.

Manche hochbegabten Frauen haben früh gelernt, ihre Fähigkeiten zurückzuhalten, um dazuzugehören. Andere zweifeln trotz ihrer Begabungen ständig an sich selbst.

Sie denken komplex, erkennen Zusammenhänge, sehen unzählige Möglichkeiten und stellen hohe Ansprüche an sich.

Und manchmal ist genau das unglaublich anstrengend.

Im Podcast sprechen Marie-Christine und ich auch über den inneren Kritiker, Perfektionismus und das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Über diese Stimme, die sagt:

Das hättest du doch besser machen müssen.

Warum bekommst du das nicht hin?

Andere schaffen das doch auch.

Vielleicht kennst du solche Gedanken.

Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen, woher sie kommen und ob sie tatsächlich etwas über deine Fähigkeiten aussagen.

Hochsensibilität und Vielbegabung: Wenn du mehr wahrnimmst und viele Interessen hast

Ein weiteres Thema unseres Gesprächs ist die Hochsensibilität.

Was bedeutet es, wenn Geräusche, Menschenmengen, Stimmungen oder zwischenmenschliche Spannungen besonders intensiv wahrgenommen werden?

Wenn du Rückzug brauchst, obwohl du gleichzeitig den Austausch mit Menschen liebst?

Wenn du tief fühlst und dich manchmal fragst, warum andere scheinbar so viel leichter durch den Alltag gehen?

Wir sprechen darüber, dass eine ausgeprägte Wahrnehmung herausfordernd sein kann, aber auch wertvolle Qualitäten mit sich bringt.

Und wir sprechen über Vielbegabung und Scanner-Persönlichkeiten.

Über Menschen, die nicht nur eine Leidenschaft haben, sondern viele. Die neugierig sind, kreativ denken, gerne Neues lernen und sich nur schwer auf einen einzigen beruflichen Weg festlegen möchten.

Was aber, wenn unsere Arbeitswelt genau diese Vielseitigkeit häufig als Problem betrachtet, statt darin ein Potenzial zu erkennen?

Deinen Platz im Beruf finden – ohne dich ständig verbiegen zu müssen

Diese Frage begegnet mir auch in meiner Arbeit als Coach immer wieder.

Viele hochsensible, vielbegabte und hochbegabte Frauen sind beruflich erfolgreich oder haben bereits verschiedene Wege ausprobiert.

Und trotzdem fehlt etwas.

Vielleicht die Freude. Vielleicht der Sinn. Vielleicht das Gefühl, wirklich mit den eigenen Fähigkeiten am richtigen Ort zu sein.

Oft haben sie lange versucht, Erwartungen zu erfüllen, statt sich zu fragen:

Was brauche eigentlich ich?

Was kann ich besonders gut?

Welche Tätigkeiten erfüllen mich wirklich?

Und wo darf ich mit all meinen Facetten sein, wie ich bin?

Im Podcast sprechen wir darüber, warum es so wichtig ist, die eigenen Talente, Werte und Bedürfnisse zu kennen.

Denn erst wenn du verstehst, was dich ausmacht, kannst du bewusster entscheiden, welcher berufliche Weg zu dir passt.

Dabei geht es nicht darum, dass jeder Arbeitstag perfekt sein muss oder dass es nie wieder Herausforderungen gibt.

Es geht um eine grundsätzliche innere Stimmigkeit.

Um das Gefühl, nicht ständig gegen die eigene Natur arbeiten zu müssen.

Folge der Freude – und entdecke, was in dir steckt

Ein Gedanke, der mir besonders am Herzen liegt und den ich auch im Podcast teile, lautet:

„Folge der Freude.“

Denn häufig liegen unsere Talente genau dort, wo uns Dinge leichtfallen, wo wir die Zeit vergessen und ganz in unserem Tun aufgehen.

Doch gerade diese Fähigkeiten nehmen wir oft nicht als etwas Besonderes wahr.

Sie sind für uns selbstverständlich.

Deshalb lohnt sich manchmal ein Blick zurück in die Kindheit:

Was hast du früher geliebt? Womit konntest du dich stundenlang beschäftigen? Wann warst du voller Begeisterung, bevor du begonnen hast, dich an Erwartungen anzupassen?

Vielleicht findest du dort erste Hinweise auf etwas, das heute wieder mehr Raum in deinem Leben bekommen möchte.

Ein ehrliches Gespräch über das Anderssein und den Mut zur Veränderung

Was ich an diesem Podcastgespräch mit Marie-Christine besonders geschätzt habe, war unsere Offenheit.

Wir haben nicht nur über Fachbegriffe und Konzepte gesprochen, sondern auch über persönliche Erfahrungen, Selbstzweifel, schmerzhafte Erinnerungen und die Erkenntnisse, die daraus entstehen können.

Wir haben gelacht, nachgedacht und festgestellt, wie viele Parallelen es in unseren Lebensgeschichten gibt.

Und wir haben uns mit einer Frage beschäftigt, die weit über Hochbegabung und Hochsensibilität hinausgeht:

Wie viel von uns selbst geben wir auf, nur um dazuzugehören?

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, diese Frage auch dir selbst zu stellen.

Denn du musst nicht erst jemand anderes werden, um deinen Platz zu finden.

Vielleicht darfst du vielmehr wieder entdecken, wer du schon immer warst.

Jetzt reinhören: Mein Gespräch bei „Sinn wir mal ehrlich“

Wenn du dich in diesen Gedanken wiedererkennst, lade ich dich herzlich ein, dir unser Gespräch anzuhören.

Vielleicht entdeckst du neue Perspektiven auf deine eigene Geschichte. Vielleicht erkennst du dich in der einen oder anderen Erfahrung wieder. Oder du bekommst einen Impuls, deine eigenen Talente und Bedürfnisse endlich ernster zu nehmen.

Ich wünsche dir viel Freude beim Zuhören und danke Marie-Christine von Herzen für die Einladung und dieses wertvolle, ehrliche Gespräch.

Und wenn du spürst, dass du beruflich nicht an dem Platz bist, der wirklich zu dir passt, begleite ich dich gerne dabei, deine Stärken, Talente und Bedürfnisse besser kennenzulernen und deinen eigenen Weg zu finden.

Denn dein Anderssein darf Raum bekommen.